Gleit- und Gelenklager

Gleit- und Gelenklager

Gleitlager und Gelenklager haben im Gegensatz zu Wälzlagern zur Übertragung der Kräfte keine Wälzkörper (Kugeln oder Rollen). Man hat es also im Betriebszustand mit Gleitreibung zu tun, im Gegensatz zur Rollreibung bei den Wälzlagern. Naturgemäß bedeutet das: Es können sehr hohe Kräfte bei kleinen Geschwindigkeiten, z. B. bei Schwenkbewegungen, übertragen werden.

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Vorteile gegenüber Wälzlagern

  • Die Materialvielfalt von Gleitlagern ermöglicht ein breites Einsatzgebiet, auch bei schwierigsten Anforderungen.
  • Die dämpfende Eigenschaft einiger Gleitlagerwerkstoffe machen diese relativ unempfindlich gegen Stöße, Vibrationen und Erschütterungen.
  • Gleitlager laufen vorwiegend geräuscharm, sind robust, meist auch schmutzunempfindlich und benötigen nur selten zusätzliche Abdichtungen.
  • Lagerbuchsen werden auch geteilt ausgeführt, was sich bei besonderen Konstruktionen als vorteilhaft erweisen kann.
  • Gleitlager sind meist preisgünstiger als Wälzlager.

Gleitlager

Nachteile gegenüber Wälzlagern

  • Bei Gleitlagern ist ein höheres Anlaufmoment nicht zu vermeiden.
  • Gleitlager haben im Allgemeinen einen geringeren Wirkungsgrad als Wälzlager.

Gleit- und Gelenklager

Zusammenfassung

Gleitlager und Gelenklager haben im Gegensatz zu Wälzlagern zur Übertragung der Kräfte keine Wälzkörper. Im Betrieb entsteht daher auch keine Rollreibung, wie das bei Wälzlagern der Fall ist, sondern eine Gleitreibung. Dies bedeutet für die Einsatzmöglichkeiten der Gleitlager, eine in der Regel sehr hohe Tragkraft bei begrenzten Geschwindigkeiten. Verschiedene wartungsfreie und auch nachschmierbare Varianten sind erhältlich, diese müssen je nach Anwendungsfall richtig gewählt werden.