Für gewöhnlich haben Bohrer an ihrer Spitze zwei Schneiden, die kegelförmig zusammenlaufen. Übliche Spitzenwinkel sind dabei 118o bei HSS-Bohrern oder 140o bei Hartmetallbohrern. Durch die mit dem abnehmenden Bohrerradius bis auf 0 m/s abnehmende Schnitteschwindigkeit in Verbindung mit der Geometrie des Bohrers (Kern), ist im Bohrerzentrum keine Zerspanung mehr möglich. Spiralbohrer haben deshalb im Zentrum eine Querschneide, die zur weiteren Erhöhung des schneidenden Bereichs und zur Senkung des Schnittdrucks, ausgespitzt sein kann. Die Schneiden nehmen aus dem zu bearbeitenden Material je einen Span ab, die über die wendelförmig eingearbeiteten Nuten am Umfang aus dem Bohrloch heraus geleitet werden.
Spiralbohrer sind essentielle Werkzeuge in der Metallbearbeitung und bieten spezielle Geometrien, um effektive Zerspanung zu ermöglichen. Es gibt zwei Hauptarten von Spiralbohrern: HSS-Bohrer (Hochleistungsschnellschnittstahl) und VHM-Bohrer (Vollhartmetall). HSS-Bohrer, oft für die Bearbeitung von Metallen, Kunststoff oder Holz verwendet, sind bekannt für ihre Robustheit und hohe Qualität. Sie haben üblicherweise einen Spitzenwinkel von 118°. VHM-Bohrer hingegen, die vor allem bei der Bearbeitung von abrasiven Werkstoffen wie glasfaserverstärkten Werkstoffen und speziellen Aluminiumlegierungen eingesetzt werden, bieten höhere Standzeiten, kürzere Bearbeitungszeiten und eine höhere Schnittgeschwindigkeit mit einem Spitzenwinkel von 140°. Beide Bohrertypen tragen zur Steigerung der Effizienz in der Fertigungstechnik bei und sind aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften für unterschiedliche Anwendungen geeignet.