Passfedern sind die am häufigsten anzutreffenden Welle-Nabe-Verbindungen bei einseitig wirkenden Drehmomenten. Sie sind nach DIN 6885 in Form und Abmessung genormt.
Bei der Bauform A sind die Stirnseiten gerundet. Sie werden in eine dafür vorgesehene Nut in der Welle eingebaut. Das zu befestigende Maschinenteil ist ebenfalls mit einer Nut versehen und wird axial auf Welle und Passfeder aufgeschoben. Die Passfeder überträgt so das Drehmoment über Ihre Seitenflächen. Das befestigte Maschinenelement muss zusätzlich axial abgesichert werden. Die einfache Montage und Demontage ist vorteilhaft.
Nachteilig ist die entstehende Kerbwirkung auf die Welle. Die Passfeder-Verbindung ist für reversierenden und stoßartigen Betrieb weitgehend ungeeignet.
Nachteilig ist ebenfalls die Unwucht, die sich aus der Konstruktion ergibt. Passfedern können auch als zusätzliche Sicherung für kraftschlüssige Verbindungen eingesetzt werden. Scheibenfedern nach DIN 6888 sind eine Sonderform der Passfeder mit geringerem Herstellaufwand, aber auch mit deutlich kleinerem übertragbaren Drehmoment.
Bei der Keilverbindung wird mittels eines passfeder-ähnlichen Keils mit einer Neigung von z.B. 1:100 die Nabe auf der Welle verkeilt. Die Kraftverbindung erzeugt eine Exzentrizität zwischen Welle und Nabe, die in den meisten Fällen außerordentlich störend ist. Die Verbindung ist auch wegen der hohen Demontagekräfte nachteilig.
Passfedern
Die Passfeder ist die am häufigsten eingesetzte Welle-Nabe-Verbindung bei einseitig wirkenden Drehmomenten. Sie ist ein massives, längliches Metallteil mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt, parallelen Flächen und oft abgerundeten Enden. Die Passfeder wird in eine entsprechend geformte Passfedernut in der Welle eingelegt. Das zu befestigende Maschinenteil ist ebenfalls mit einer Nut ausgestattet und wird axial auf Welle und Passfeder geschoben. Dadurch überträgt die Passfeder das Drehmoment formschlüssig. Wir empfehlen für die problemlose Demontage von Passfedern das professionelle Ausbauwerkzeug BETEX KZZ.
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