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Im Gespräch - Elisabeth Meister: Herausforderung Corona Virus

Im Gespräch - Elisabeth Meister: Herausforderung Corona Virus

Der Corona Virus stellt eine große Herausforderung dar – in gesellschaftlicher Hinsicht, aber auch für Unternehmen.

Schließlich treffen hier täglich viele Menschen in geschlossenen Räumen für viele Stunden aufeinander. Jung und Alt, Eltern und Singles, ein bunter Querschnitt unserer Gesellschaft. Die Unternehmensleitungen haben insofern eine ganz zentrale Aufgabe in der Eindämmung der Erkrankungszahlen.

Wir sprachen mit der Inhaberin und Geschäftsführerin Elisabeth Meister über diese Herausforderungen, aber vor allem über die Vorkehrungen und Maßnahmen, die Ludwig Meister ergriffen hat.

Das Interview mit Elisabeth Meister finden Sie weiter unten.


Zusammengefasst


Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Maßnahmen rund um die Eindämmung des Corona Virus bei Ludwig Meister:

Schutz und Unterstützung unserer Mitarbeiter

  • Absage sämtlicher Termine mit Externen in unseren Räumlichkeiten
  • Einstellung aller Besuche zwischen den Niederlassungen
  • Home Office Angebot schnell und unbürokratisch maximiert
  • Urlaubsheimkehrer aus Risikogebieten in Home Office Quarantäne
  • Alle Meetings durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt
  • Großzügigste Arbeitszeitregelungen für Eltern für die Kinderbetreuung

Lieferfähigkeit erhalten

  • Räumliche und organisatorische Trennung der Zentrallogistik von der Verwaltung
  • Alle Türen und Tore durchgängig geschlossen, der Zugang ohne vorheriges Klingeln ist nicht möglich
  • Einrichtung eines 2-Schicht Betriebs, so dass alle Funktionen redundant besetzt sind

Wichtig für unsere Kunden zu wissen...

  • Schließung der Ladengeschäfte in unseren Niederlassungen und in der Zentrale in Dachau
  • Alle Schulungen wurden bis auf weiteres verschoben
  • Wir sind wie gewohnt unter unseren bekannten Telefonnummern und
    per E-Mail zu erreichen 

 

 

"Schließlich ist es unsere zentrale Aufgabe, im Schulterschluss mit unseren Lieferanten, die lückenlose Belieferung unserer Kunden zu gewährleisten."

Elisabeth Meister, Inhaberin und Geschäftsführerin Ludwig Meister

 

intakt: Hallo Frau Meister, in der Rückschau, wann begann für Sie und Ihre Geschäftsführungskollegen das Thema Corona zu einem Thema zu werden?

Bevor ich die Frage beantworte möchte ich zunächst von ganzem Herzen allen Lesern, unseren Kunden und Partnern und ihren Familien und Freunden beste Gesundheit und Wohlergehen wünschen, in diesen für uns alle schwierigen Tagen und Wochen.

Wir haben einen mehrstufigen Pandemie-Plan erstellt und die ersten Maßnahmen gleich umgesetzt. Bereits Anfang Februar haben wir in der Geschäftsführung das erste Mal über die möglichen Auswirkungen der Corona Epidemie gesprochen. Zu diesem frühen Zeitpunkt ging es vor allem um die Warenströme, von denen Handelsbetriebe wie wir ja maßgeblich abhängig sind. Schließlich ist es unsere zentrale Aufgabe, im Schulterschluss mit unseren Lieferanten, die lückenlose Belieferung unserer Kunden zu gewährleisten. Und die ersten Meldungen, zunächst aus dem asiatischen Raum, haben natürlich auch uns für die Risiken von potentiellen Engpässen in der Belieferung sensibilisiert.

 

intakt: Haben Sie daraufhin Ihre Lagerhaltung auf diese potentiellen Risiken angepasst?

Dazu war die Geschwindigkeit der Ausbreitung eindeutig zu groß. Für eine entsprechende Anpassung der Einkaufsstrategie blieb insofern zu wenig Zeit, nicht zuletzt auch dadurch, dass auch Lieferanten nur wenig konkrete Aussagen treffen konnten. Das wird allen Händlern so ergangen sein. Aber die Größe und Breite unseres Lagerbestandes mit über 2,5 Millionen Artikeln im Liefersortiment, davon allein 100.000 Artikel in unseren Lägern hilft uns natürlich. Und wir bemühen uns selbstverständlich für absehbare größere Bedarfe im Kunden- und Interessentenauftrag Sicherheitsbestände aufzubauen.

Wir haben frühzeitig viele weitere Maßnahmen ergriffen, um unsere Leistungsfähigkeit als Handelspartner für unsere Kunden und Lieferanten zu 100 % zu erhalten. Diese Maßnahmen wurden mit der immer schneller fortschreitenden Entwicklung zur heutigen Pandemie besonders wichtig. Letztendlich waren es ja nur wenige Wochen, bis der Virus auch das Leben in Deutschland begann zu beeinträchtigen.

 

"Räumliche und organisatorische Trennung."

 

intakt: Sie erwähnen diverse Maßnahmen, die Ludwig Meister sukzessive ergriffen hat. Lassen Sie uns diese ein wenig genauer betrachten.

Gerne. Eine der ersten Maßnahmen war die räumliche und organisatorische Trennung der Zentrallogistik von der Verwaltung, um die Auslieferungsfähigkeit zu garantieren. Das heißt wir nutzen den Vorteil, dass unser Lagerbereich durch die vorhandene digitale Infrastruktur komplett eigenständig operieren kann, ohne dass Mitarbeiter der Verwaltung und des Lagers persönlich zusammen kommen müssen. Darüber hinaus bietet die räumliche Infrastruktur, wie zum Beispiel eigene Sanitärbereiche im Lager, Türen/Tore, die Möglichkeit einer 100 %igen Trennung. Wir haben speziell für unsere Kollegen im Lager eine kleine Cafeteria eingerichtet, da sie die Kantinenräume natürlich auch nicht mehr benutzen können.

Mit sofortiger Wirkung haben wir diese Woche einen 2-Schichtbetrieb eingerichtet. Durch diese redundant besetzten Schichten ist eine lückenlose Versorgung unserer Kunden aus unserer Zentrallogistik zusätzlich abgesichert.

 

 

intakt: Wie machen Sie es mit den täglichen Lieferungen?

Alle Tore sind geschlossen, der Zugang ohne vorheriges Klingeln ist nicht möglich. Unsere Mitarbeiter sind angewiesen, den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten und Handschuhe zu tragen, um mögliche Übertragungen durch Anlieferungen auszuschließen.

Darüber hinaus haben wir mit Wirkung vom Freitag letzter Woche auch alle Ladengeschäfte in unseren Niederlassungen und in der Zentrale in Dachau geschlossen.

 

 

intakt: Das sind sehr konsequente Entscheidungen in Sachen Logistik und Ausliefersicherheit. Was hat Ludwig Meister denn in Sachen Mitarbeitersicherheit auch und gerade in der Verwaltung und im Vertrieb entschieden?

Ich kann sagen, dass wir sehr schnell und umfassend reagiert haben. Wir haben sämtliche Termine mit Externen in unseren Räumlichkeiten abgesagt. Auch alle Schulungen wurden bis auf weiteres verschoben. Besuche zwischen den Niederlassungen sind ebenfalls komplett eingestellt. Wir wollen unsere Mitarbeiter, aber auch unsere Besucher mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vor Ansteckungsrisiken bewahren. Mit diesen Maßnahmen stoßen wir besonders auch im Kundenkreis auf großes Verständnis und durchgängige Zustimmung.

 

"Diese Erfahrung macht es uns jetzt leichter, das Home-Office Angebot schnell und unbürokratisch zu erweitern."

 

intakt: Sie haben ja gerade für die eigenen Mitarbeiter auch eine große Verantwortung. Können Sie uns sagen, welche Vorgehensweise Ludwig Meister in diesem Bereich hat?

Mitarbeiterfürsorge ist Teil unserer Unternehmens-DNA. Und ich kann sagen, dass uns diese „Tradition“ in den letzten Wochen sehr geholfen hat, schnelle und sicher wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

So sind zum Beispiel Home-Office Lösungen schon lange ein Teil unserer Arbeitsplatzgestaltung. Um Vätern und Müttern die Betreuung der Kinder bei voller Berufstätigkeit und durchgängiger Erreichbarkeit unter den bekannten Telefonnummern und Mailadressen möglichst problemlos zu ermöglichen. Diese Erfahrung macht es uns jetzt leichter, das Home-Office Angebot schnell und unbürokratisch zu erweitern; und wir machen gerade jetzt im Rahmen der Corona Prävention intensiv Gebrauch davon. So können von den Schulschließungen betroffene Elternteile in der Belegschaft stundenweise oder in Vollzeit die Home-Office Möglichkeiten nutzen. Dasselbe gilt auch für Mitarbeiter mit Hochrisiko–Angehörigen; auch hier versuchen wir wo immer möglich entsprechende Home-Office Arrangements einzurichten.

Darüber hinaus haben wir unsere vorbeugenden Maßnahmen für Urlaubsheimkehrer aus Risikogebieten durch unsere Home-Office Möglichkeiten optimal steuern können und so die Sicherheit für die Kollegen deutlich verbessert.

In der täglichen Arbeit versuchen wir natürlich alle Termine auf ein Minimum zu reduzieren beziehungsweise als Telefon- oder Videokonferenzen zu organisieren. Dies gelingt mit ein wenig Übung sehr gut, selbst bei Projekt-Telefonkonferenzen mit 20 oder mehr Mitarbeitern, wie zuletzt regelmäßig.

 

 

intakt: Das ist ja wirklich ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Ist Ihnen schon ein Erkrankungsfall in Ihrem Unternehmen bekannt?

Ich freue mich sehr, diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt verneinen zu können. Es sei erwähnt, dass wir grundsätzlich bei Ludwig Meister großen Wert auf Gesundheitsprävention legen und deshalb zum Beispiel in allen sanitären Anlagen neben den Ausgangstüren Desinfektionsspender installiert sind, die unsere Mitarbeiter schon aus Gewohnheit immer benutzen. Darüber hinaus haben wir überall zusätzliche Desinfektionsspender verteilt, um auch die Desinfektion „zwischendurch“ so leicht und damit so regelmäßig wie möglich zu machen.

 

intakt: Frau Meister, vielen Dank für dieses Gespräch.

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