Rundschnüre

Rundschnüre sind endlose Dichtelemente und besitzen wie O-Ringe einen kreisförmigen Querschnitt. Ihre Dichtwirkung wird durch die Deformation ihres Querschnitts erzielt. Wird ein individueller Innendurchmesser einer statischen Dichtung gewünscht, werden Rundschnüre als Ausgangsmaterial für Rundschnurringe eingesetzt. Dabei werden die Enden verklebt oder stoßvulkanisiert, um die erforderliche Größe zu erhalten. Aufgrund dieses Vorgangs verändern sich die physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Rundschnüre, was das Einsatzgebiet auf statische Dichtungen und flüssige Medien beschränkt. Die Toleranz der Rundschnüre ist weniger genau, als das bei den O-Ringen den der Fall ist.

Technische Informationen

Oft wird übersehen, welchen entscheidenden Einfluss Dichtungen auf die Funktion und Lebensdauer von Anlagen haben.
Proportionalventile etwa sind schon ab Schmutzpartikelgrößen von 3 μm in ihrer Funktion gefährdet.
Wälzlager wiederum werden bereits durch Wasseranteile im Schmierstoff von gerade mal 200 ppm hinsichtlich ihrer Lebensdauer erheblich beeinträchtigt.

Für rotierende oder lineare Bauteile erfüllen Dichtungen grundsätzlich zwei Aufgaben: Einerseits schützen sie das empfindliche Innenleben der Maschinenelemente vor Verunreinigung, andererseits bewahren sie die Umwelt vor dem Austritt von Schmierstoffen oder hydraulischen Betriebsmitteln.