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Verschraubungen

PARKER Ermeto, der Erfinder der Schneidring-Verschraubung, hat die Rohrverbindungs-Technologie kontinuierlich weiterentwickelt, so dass heute Verschraubungen mit höchster Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zur Verfügung stehen.

Die Herstellung qualitativ hochwertiger Verschraubungskomponenten beginnt schon beim Vormaterial: Rissgeprüft und nach den auf die Produkt-Herstellung speziell abgestimmten PARKER-Materialqualifikationen.
Durch die vor und nach der Fertigung geschalteten Verarbeitungsschritte werden die Eigenschaften sichergestellt, um die stetig steigenden Materialanforderungen zu erfüllen. Damit eine hohe Qualität des eingesetzten Materials und den daraus gefertigten Rohrverschraubungen gewährleistet ist, werden im Labor und Versuchsfeld von PARKER kontinuierliche Tests, z. B. Spektralanalysen und Farbeindringprüfungen durchgeführt. Auf den hauseigenen Prüfständen wird die Widerstandsfähigkeit der Verschraubungssysteme gegenüber Korrosion, statischen und dynamischen Beanspruchungen auf „Herz und Nieren“ geprüft.

Schneidring-Verschraubungen

Bei der Schneidring-Verschraubung wird eine Überwurfmutter durch einen Schneidring auf dem Rohr gehalten. Der Stutzen des Verschraubungskörpers wird durch Anziehen der Überwurfmutter auf die Mantelfläche des Schneidrings aufgepresst, wodurch sich die scharfe Kante des Scheidrings in die Rohroberfläche einschneidet. Der dadurch entstehende Werkstoffaufwurf führt zu einer sehr guten statischen Abdichtung und bildet einen Halt für die Überwurfmutter.
Die Schneidring-Verschraubung ist sehr verbreitet, für ihre zuverlässige Fuktion stellt sie aber hohe Anforderungen an die Verarbeitungsqualität.

PARKER Schneidring-Verschraubungen

EO-PSR Progressiver Stop-Ring Stahl Verschraubungen

Das weltweit am meisten verbreitete Hochdruck-Verschraubungssystem

  • Höchste Druckbeständigkeit.
  • Äußerst korrosionsbeständig dank Cr(VI)-freier Oberfläche
  • Spürbar reduzierte Anzugsdrehmomente durch gleitbeschichtete Überwurfmuttern
  • hohe Montagesicherheit durch deutlich spürbaren Montageendpunkt


Der EO-PSR Schneidring von PARKER hat zwei Schneiden, die definiert ins Rohr eindringen und somit die Dicht- und Haltefunktion der Verschraubung gewährleisten. Die spezielle Geometrie des EO-PSR sorgt während der Montage für einen progressiven Drehmomentanstieg. Ist der funktionell vorgesehene Einschnitt der beiden Schneiden erreicht, bewirkt eine Stoppkontur einen deutlich spürbaren Montageendpunkt. Ein maßgeblicher Beitrag zur Montagesicherheit, der die Übermontage der Verschraubung verhindert.
Durch Geometrie, Material und Wärmebehandlung wird eine elastische Vorspannung des Ringes erzielt. Durch diesen Feder-Effekt werden Biegeschwingungen und das Setzverhalten im Gewinde der Überwurfmuttern dauerhaft kompensiert. Ein Nachziehen der EO-PSR Verschraubung ist nicht erforderlich.

Weitere Eigenschaften des EO-PSR Schneidrings von PARKER:

  • Die Gewinde der standardmäßig gleitbeschichteten Überwurfmuttern sind bei den Abmessungen ab 25S/28L zusätzlich mit EO-LUB behandelt. Die Anzugskräfte der EO-PSR Verschraubungen reduzieren sich dadurch um ca. 25 % und tragen dazu bei, gefährliche Untermontagen zu verhindern.
  • Der Cr(VI)-freie Oberflächenschutz bewirkt eine hohe Korrosionsbeständigkeit von durchschnittlich mehr als 500 Stunden gegenüber Weißrost.
  • EO-PSR Verschraubungen sind für Nenndrücke bis zu 800 bar (PN) in der schweren Baureihe S und bis zu 500 bar (PN) in der leichten Baureihe L einsetzbar. Die Anforderungen der DIN/ISO werden hierbei deutlich übertroffen.

Die PARKER EO-DPR-Edelstahlbaureihe

  • Optimierte Geometrie zur sicheren Montage mit Edelstahlrohr
  • Überwurfmuttern mit versilbertem Innengewinde ab Größe 12S/15L - kleinere größen erhalten eine spezielle Wachsung
  • Bis zu 40 % reduzierte Anzugsdrehmomente
  • Verhindert Kaltverschweißen des Edelstahlwerkstoffs im Gewinde

Für besonders anspruchsvolle Hydraulik- und Pneumatikanwendungen, die eine absolute Korrosionsbeständigkeit erfordern, bietet PARKER ein umfangreiches Edelstahlprogramm.
Aus einer Hand erhalten Sie PARKER Edelstahlkomponenten, wie Rohre und Rohrverschraubungen, die aus hochwertigem Edelstahl Werkstoff 1.4401, 1.4404 und 1.4571 gefertigt werden.
Aufgrund der Korrosions- und Säurebeständigkeit sind alle PARKER Edelstahlkomponenten geeignet für den Einsatz in harten Umgebungsbedingungen.

PARKER EO-2 - Elastomer abdichtende Verschraubung

Das millionenfach bewährte Dry Technology-Konzept

  • Großvolumiger EO-2 elastomerer Dichtring
  • Äußerst korrosionsbeständig dank Cr(VI)-freier Oberfläche
  • Wirkungsvollen Schutz gegen Unter- und Übermontagen durch Festanschlag
  • Abdichtung niedrigviskoser Medien und überragende Gasdichtheit
  • Verwechslungssicherer Einbau durch unverlierbar zusammengefügte Funktionsmutter, Dicht- und Haltering

Das typische Merkmal der PARKER EO-2-Verschraubung ist die großvolumige elastomere Abdichtung. Sie gewährleistet die dauerhafte Funktionssicherheit und Leckagefreiheit ohne Nachziehen auch im extremen Dauerbetrieb. Die einfache Handhabung und viele Montage-Vorteile haben innerhalb weniger Jahre dazu geführt, dass PARKER EO-2-Verschraubungen zur Standardlösung für hydraulische Anwendungen geworden sind.

PARKER EO-2-Verschraubungen bestehen aus einem Verschraubungskörper und einer Funktionsmutter, in der Dicht- und Haltering unverlierbar eingebaut sind, so dass diese drei Teile ein Konstruktionselement bilden. Die Elastomer-Abdichtung wirkt zwischen dem Innenkonus des Verschraubungskörpers und der Rohroberfläche. Das spezielle Dichtungsprofil weist einen besonders großen Querschnitt auf, um auch bei ungünstiger Toleranzlage von Rohr und Verschraubung sicher abzudichten.

Der Haltering der PARKER EO-2-Verschraubung greift nach dem bewährten Schneidringprinzip in die Rohrwandung ein. Sobald der Haltering die endgültige Einschnitt-Tiefe im Rohr erreicht hat, zeigt ein Festanschlag zwischen den Stirnflächen von Dichtring und Haltering das Montageende deutlich spürbar an. Dies gewährleistet einen wirkungsvollen Schutz gegenüber Unter- und Übermontagen. So wird auch bei der manuellen Montage von PARKER EO-2-Verschraubungen ein gleichmäßig gutes Montageergebnis erreicht.

Parker EO-2 FORM und EO-3 Verschraubungen durch Rohrumformung

Bei dieser Verschraubung wird das Rohr mit einer Vorrichtung kalt verformt und bildet so den Halt für die Überwurfmutter. Ein eingelegter Elastomerring dichtet nach Anziehen der Überwurfmutter zwischen Verschraubungskörper und Rohr ab.
Diese Verschraubungsart hat Vorteile gegenüber den anderen Verschraubungen. Sie garantiert aufgrund ihrer Formschlüssigkeit sicheren Halt, selbst bei hohen dynamischen Belastungen und ist gegen Übermontage robuster als die Schneidringverschraubung.
Im Gegensatz zur Bördelverschraubung besteht die Verschraubung durch Rohrumformung – mit Überwurfmutter, Verschraubungskörper und Elastomerdichtung – nur aus drei Teilen und besitzt nur einen einzigen möglichen Leckageweg.
Im Vergleich zu Anschweißverschraubungen sind keine Vor- und Nacharbeiten nötig.

Parker Verschraubungen durch Rohrumformung

EO-2 FORM

Die formschlüssige Hochdruck-Formverbindung

  • Großvolumiger EO-2 elastomerer Dichtring
  • Überlegene mechanische Festigkeit und maximale Ausreißsicherheit durch Kaltumformung des Rohres
  • Einsatz wo Schneidring-Verbindungen nicht zugelassen sind
  • Verbindungen können beliebig oft gelöst und wieder montiert werden

Die Weltneuheit EO-3®

  • Das innovative Verschraubungssystem mit visueller Montageerkennung
  • Ideal bei beengten Einbaubedingungen
  • Kleinere Muttern-Schlüsselweiten im Vergleich zu herkömmlichen Standards
  • 8-Kant-Mutter statt des Standard-6-Kants ab Rohrgröße 25 mm

Parker Triple-Lok® Bördelverschraubungen

Die am häufigsten eingesetzte Verschraubungsserie für zöllige Rohre

Bei der Bördelverschraubung wird der Halt der Überwurfmutter auf dem Rohr durch Aufbördeln (kegeligem Aufweiten) des Rohrendes und einer zusätzlichen Stützhülse erreicht. Durch Anziehen der Überwurfmutter wird der mit einem Innenkonus ausgestattete Verschraubungskörper zwischen der Bördelschräge des Rohres eingespannt. Die Dichtwirkung wird durch Aufpressen der zwei glatten Metallflächen des Verschraubungskörpers und des gebördelten Rohres erreicht. Entsprechend hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit und Oberflächenbeschaffenheit werden bei Bördelverschraubung an das Rohr gestellt. Die Stützhülse bietet der Überwurfmutter dabei eine ausreichende Klemmfläche.

  • 37°-Bördelverschraubung
  • Abdichtung zwischen zwei glatten Metallflächen
  • Für Drücke bis 500 bar für kleinere Größen und bis zu 140 bar für größere Abmessungen
  • Besonders für Rohre mit dünnen bis mittleren Wandstärken geeignet

Parker O-Lok® Hochdruckverschraubungen mit stirnseitiger O-Ring-Abdichtung

 

Die O-Lok®-Verschraubung ist eine Verschraubung mit stirnseitiger Dichtung. Sie besteht aus einer Überwurfmutter, dem Verschraubungskörper, einer "Trap Seal"-Dichtung und einer Stützhülse. Das Rohr wird mit dem Parflange®-System auf 90° geflanscht, alternativ kann es auch in eine Löthülse gelötet werden.
Bei der Montage der Verschraubung wird die Trap Seal-Dichtung in der Nut verpresst, um eine leckagefreie Dichtung herzustellen. Die spezielle Nutform und die trapezförmige Trap Seal-Abdichtung verhindern das Verrutschen, Verlieren oder Einquetschen der Dichtung bei der Montage und veringert das Risiko von Leckagen bei Montagefehlern. Die Verwendung standardisierter O-Ringe als Ersatz ist dennoch weiterhin möglich.
Die Stützhülse wird zur Unterstützung des Bördelflansches bzw. des Rohrs verwendet und bietet der Überwurfmutter zugleich eine Klemmfläche. Nach dem Vorgang des Parflange®-Verfahrens ist die Überwurfmutter unverlierbar am Rohrende fixiert und wirkt dabei verstärkend auf die Verbindung.

O-Lok®-Verschraubungen sind für ein breites Spektrum von Rohrwandstärken geeignet und können auch ohne weiteres für metrische und zöllige Rohr- und Schlauchanschlüsse verwendet werden.

  • Trapezförmige Abdichtung „Trap Seal“ und spezielle Nut verhindern das Verlieren oder Einquetschen der Dichtung bei der Montage
  • Verwendung standardisierter O-Ringe als Ersatz möglich
  • Formschlüssige Verbindung durch 90°-Bördelung am Rohrende
  • Unbegrenzte Wiederverwendbarkeit der Verschraubung
  • Für metrische und zöllige Rohr- und Schlauchanschlüsse

Parker Schweißkegel-Verschraubungen

Bei Schweißkegel-Verschraubungen wird ein Anschweißkegel an das Rohrende geschweißt. Dieser Kegel übernimmt die Haltefunktion der Überwurfmutter und dichtet durch einen O-Ring zwischen Verschraubungskörper und Anschweißkegel ab.
Im Gegensatz zur Bördel- oder Schneidringverbindung werden relativ niedrige Anforderungen an die Maßhaltigkeit und Oberflächenbeschaffenheit der Rohre gestellt. Schweißkegelverbindungen können daher überall dort eingesetzt werden, wo Präzisionsrohre nicht verfügbar sind.
Zusätzliche Schweißarbeiten sowie das nachträgliche Ausbohren und Ausschleifen der Schweißstelle führen allerdings zu Verunreinigungen der Rohrleitung und machen die Verarbeitung sehr aufwändig.