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Rohrleitungen

In hydraulischen Systemen haben Rohrleitungen die Aufgabe, die Hydroflüssigkeit zu führen und fortzuleiten.
Die Rohrleitungen werden dabei mechanisch, korrosiv und/oder thermisch beansprucht.

Die Dimensionierung von Rohrleitungen, also Rohrinnendurchmesser, Wanddicke und Werkstoff, ist hauptsächlich von den Faktoren Medium, Volumenstrom, Druck und Temperatur abhängig.

Die Dimensionierung des Rohrinnendurchmessers beeinflusst – unter Berücksichtigung des Volumenstroms und der physikalischen Eigenschaften der Hydroflüssigkeit – den Durchflusswiderstand und somit den Druckabfall in der Rohrleitung. Allgemein gilt, dass bei längeren Rohrleitungen der Querschnitt groß gewählt werden muss, um den Druckabfall so gering wie möglich zu halten.

Die Auswahl des Rohrwerkstoffes erfolgt in erster Linie nach Festigkeitskriterien.
Weitere entscheidende Kriterien sind das Herstellverfahren – nahtlos oder geschweißt –, die späteren Bearbeitbarkeit sowie die Verwendbarkeit für Rohrverbindungen.
Nicht zuletzt ist natürlich auch die Korrosionsbeanspruchung – von innen oder außen – entscheidend für Werkstoffauswahl.
Üblicherweise werden in der Hydraulik nahtlose Präzisionsstahlrohre verwendet. Längsnaht- und spiralgeschweißte Stahlrohre sind dagegen nicht üblich. Kupferlegierte Rohre werden nur in Ausnahmefällen bei aggressiver Umgebung verwendet.

Faktoren für die Rohrwanddicke sind unter anderen der Betriebsdruck mit eventuellen Zusatzbeanspruchungen und Sicherheitsbeiwerten, innere und äußere Korrosionseinflüsse sowie die Festigkeit des Rohrwerkstoffes.