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Hydraulikpumpen, Hydraulikmotoren und Hydraulikzylinder

Hydraulikpumpen

Kurz und prägnant gesagt, haben Hydraulikpumpen die Aufgabe mechanische Energie wie Drehzahlen in hydraulische Energie (Volumenstrom, Druck) umzuformen.

Hierfür stehen verschiedenste Konstruktionsprinzipien von Hydraulikpumpen zur Verfügung. Die Auswahl der passenden Hydraulikpumpe für den jeweiligen Einsatzfall hängt von vielen Betriebsbedingungen ab. Beispielhaft sind hier die Eigenschaften des Druckmediums, der Druck- oder Drehzahlbereich genannt.

Alle Hydraulikpumpen arbeiten nach dem Verdrängungsprinzip. Dabei wird in mechanisch abgedichteten Kammern Flüssigkeit von der Eingangsseite der Pumpe zur Ausgangsseite transportiert. Bei Zahnradpumpen sowie bei Schneckenpumpen ist das Volumen der Flüssigkeit, die verdrängt wird immer konstant. Aufgrund ihrer Bauweise können Flügelzellen- und Kolbenpumpen sowohl mit konstantem als auch mit verstellbarem Verdrängungsvolumen angeboten werde.

Hydraulikmotoren

Hydraulikmotoren haben die genau entgegengesetzte Aufgabe wie Hydraulikpumpen. Hydraulikmotoren wandeln hydraulische Energie in mechanische Energie um.

Wie bei den Hydraulikpumpen, stehen auch Hydraulikmotoren in unterschiedlichsten Bauarten zur Verfügung. Je nach Einsatzzweck eignen sich die verschiedenen Bauarten der Hydraulikmotoren mehr oder weniger für bestehende Anforderungen.

So sind z.B. nur wenige Bauarten sowohl bei sehr kleinen, als auch bei sehr großen Drehzahlen einsetzbar. Daher werden Hydraulikmotoren in Schnellläufer (zwischen 500 bis 10.000 Umdrehungen pro Minute) und Langsamläufer (0,5 bis 1.000 Umdrehungen pro Minute) eingeteilt. Schnellläufer sind für Anwendungen mit hohem Leistungsbedarf gut geeignet. Langsamläufer sind üblicherweise so konzipiert, dass sie bereits bei kleinen Drehzahlen hohe Momente abgeben.

Hydraulikzylinder

Hydraulikzylinder sind neben Hydraulikmotoren die zweiten Hydraulikkomponenten, die hydraulische in mechanische Energie umformen. Sie stellen somit das Bindeglied zwischen dem hydraulischem Kreislauf und der Arbeitsmaschine dar.

Im Gegensatz zu Hydraulikmotoren, die rotative Bewegungen ausführen, führen Hydraulikzylinder geradlinige Bewegungen aus und übertragen dabei Kräfte. Allgemein lässt sich zwischen einfach und doppelt wirkenden Hydraulikzylindern unterscheiden.

Einfach wirkende Hydraulikzylinder (z.B. Plungerzylinder) können Kräfte nur in eine Richtung übertragen. Der Rückhub in die Ausgangslage nur durch Eigengewicht, eine äußere Last bzw. einer Federkraft erfolgen. Sie sind preisgünstig und werden häufig in Pressen und Hebevorrichtungen verwendet.

Doppelt wirkende Hydraulikzylinder haben zwei voneinander getrennte Leitungsanschlüsse. Daher können diese Hydraulikzylinder in beide Hubrichtungen Zug- und Druckkräfte übertragen. Doppelt wirkende Hydraulikzylinder werden in Differential- und Gleichgangzylinder unterteilt. Bei Differentialzylindern sind Ausfahrkraft und Einfahrkraft unterschiedlich groß. Ebenso unterscheiden sich die Hubgeschwindigkeiten. Dagegen sind bei Gleichgangzylindern Kräfte und Geschwindigkeiten bei gleichem beaufschlagtem Betriebsdruck gleich hoch.