Rutschkupplungsnaben

Grundsätzlich dienen Rutschkupplungsnaben, oftmals auch kurz als Rutschnaben bezeichnet, in Maschinenantrieben mit Riemenscheiben, Zahnrädern oder Kettenrädern als Überlastungsschutz. Entsprechend werden Rutschkupplungsnaben überall dort verwendet, wo empfindliche und teure Maschinenteile, Motoren oder Getriebe vor Überlastung geschützt werden müssen. Kommt es zur Überlastung, wird das Drehmoment durch das Durchrutschen des Antriebselements begrenzt. Dieses Überlastmoment, welches mittels Federn erzeugt wird, kann durch Verdrehen der Einstellmutter verändert werden.

Technische Informationen

In modernen Maschinen treten vermehrt Direktantriebe auf.

In den meisten Fällen werden allerdings lineare Wellenverbindungen mit Kupplungen realisiert. Der Antriebsstrang besteht oft aus mehreren Einzelmaschinen wie z. B. Motor, Getriebe und Arbeitsmaschine. Kupplungen dienen als leistungsstarke und bauraumoptimierte Maschinenelemente dazu, die Ein- und Ausgangswellen der Komponenten miteinander zu verbinden.

Neben der Übertragung der Drehbewegung und des Drehmomentes erfüllen Kupplungen je nach Bauart auch weitere Aufgaben:

  • Begrenzung oder Unterbrechung des maximal zulässigen Drehmomentes zum Schutz der Komponenten
  • Dämpfung von Schwingungen zwischen den Einzelmaschinen
  • Aufnahme von Anbauteilen (z. B. Bremstrommel)
  • Elektrische Isolierung
  • Ausgleich von Wellenversatz bei geringen Rückstellkräften

Der Wellenversatz ist montage- oder betriebsbedingt und führt bei starrer Verbindung zweier Komponenten zu unnötig hoher statischer Belastung der Wellenlagerung.

Ein präzises Ausrichten von Komponenten alleine wäre in vielen Fällen nicht ausreichend, um diese Belastungen von den Lagerstellen fern zu halten, da sich durch elastische Verformung der Rahmen, bzw. durch thermische Einflüsse der dynamische vom statischen Maschinenzustand unterscheidet. Zur Auslegung von hoch belasteten Lagerstellen sind bei der Verwendung von Kupplungen die Rückstellkräfte zu berücksichtigen.