Acrylatklebstoffe

Acrylatklebstoffe sind reaktive Zwei-Komponenten-Klebstoffe, die auf Methacrylat-Monomeren basieren und durch eine radikalische Polymerisation aushärten. Die Aushärtung wird durch das Zusammenwirken eines Peroxids (als Initiator) und eines Beschleunigers ausgelöst, wodurch eine Kettenreaktion gestartet wird, die das Monomer in einen festen, belastbaren Kunststoff überführt. Je nach System sind die reaktiven Bestandteile entweder auf zwei Komponenten verteilt, die vor der Anwendung gemischt werden, oder sie werden getrennt auf die Fügeteile aufgetragen und reagieren erst beim Zusammenfügen miteinander.

Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit, gute Spaltüberbrückung sowie eine ausgezeichnete Haftung auf unterschiedlichsten Werkstoffen aus, auch auf schwer zu verklebenden Materialien wie Metallen, Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen. Acrylatklebstoffe bieten zudem eine gewisse Toleranz gegenüber weniger aufwendig vorbereiteten Oberflächen und sind damit besonders geeignet für strukturelle Verklebungen in Industrie und Handwerk. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo belastbare, dauerhafte Verbindungen erforderlich sind, ohne die aufwendige Vorbehandlung oder lange Aushärtezeiten anderer Klebstoffsysteme.