Die dritte Supply Chain Party bei Ludwig Meister hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich Lieferketten aktuell verändern – und wohin die Reise geht. Im Fokus standen neue Denkweisen rund um Steuerung, Skalierbarkeit und Zusammenarbeit. Erfahren Sie, über welche zentralen Entwicklungen, die die Supply Chain aktuell prägen, diskutiert wurde, welche Rolle Daten, Automatisierung und Standardisierung dabei spielen und warum sich der Fokus zunehmend von Reaktion hin zur aktiven Gestaltung verschiebt – und warum es sich lohnt, diese Themen bei der nächsten Supply Chain Party auch live zu erleben.
![]()
Ein Event, das Perspektiven verändert
Am 21. April 2026 wurde bei Ludwig Meister in Dachau nicht nur diskutiert, sondern vor allem gemeinsam gedacht. Die Supply Chain Party Vol. 3 brachte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze greifbar zu machen. Bereits beim Ankommen wurde klar: Hier geht es nicht um Theorie, sondern um echten Austausch, neue Ideen und praxisnahe Impulse, die Sie direkt in Ihren Arbeitsalltag übertragen können.
Update Supply Chain Status 2026
Max Meister eröffnete die Veranstaltung mit einem klaren Blick auf den Status quo. Lieferketten sind längst nicht mehr stabil, sondern bewegen sich dauerhaft im Spannungsfeld von Veränderungen. Entscheidend ist nicht mehr die Reaktion auf Störungen, sondern die Fähigkeit, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv zu gestalten. Besonders deutlich wurde, dass Themen wie CO₂ und Nachhaltigkeit nicht mehr nur regulatorische Anforderungen darstellen, sondern zunehmend strategische Wettbewerbsvorteile bieten.
![]()
Business driven Supply Chain
Martina Zlatar von SKF zeigte, wie konsequent eine Supply Chain vom Markt und vom Kunden her gedacht werden muss. Im Mittelpunkt steht dabei die Integration aller relevanten Prozesse – von der Nachfrage über die Planung bis hin zur Produktion. Daten, Digitalisierung und künstliche Intelligenz bilden die Grundlage für diese Transformation. Gleichzeitig verändert sich das gesamte Operating Model: weg von isolierten Bereichen, hin zu einer durchgängigen Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Ziel ist klar definiert: stabile, skalierbare und wettbewerbsfähige Prozesse.
![]()
Technologie zum Anfassen: Einblicke, Austausch und reale Anwendungen
Beim Rundgang durch die Ludwig Meister Logistik wurde deutlich, wie praxisnah Innovation heute vermittelt werden kann. Mit Safelog war ein Partner direkt vor Ort vertreten und gab konkrete Einblicke in reale Anwendungen der Automatisierung. Ergänzend dazu wurden weitere Lösungen und Technologien vorgestellt, die den Teilnehmenden zusätzliche Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen in der Intralogistik ermöglichten. Gerade diese Kombination aus direktem Austausch und dem Sichtbarmachen unterschiedlicher Ansätze zeigte, wie vielfältig die Möglichkeiten moderner Supply Chains bereits heute sind.
![]()
Künstliche Intelligenz: Vom Use Case zum skalierbaren Prozess
Albert Reiner machte deutlich, dass künstliche Intelligenz weit mehr ist als ein Trendthema. Entscheidend ist der richtige Umgang: nicht als isoliertes IT-Projekt, sondern als kontinuierlicher Lernprozess. Der Weg führt über erste Anwendungsfälle hin zu strukturierten und schließlich automatisierten Prozessen. Besonders deutlich wurde dabei, dass echte Wertschöpfung nur dann entsteht, wenn Datenqualität, Prozesse und Zieldefinition sauber aufeinander abgestimmt sind. Der Fokus liegt klar auf praktischer Anwendung statt auf theoretischem Potenzial.
![]()
Praxiseinblicke in die Automatisierung von Goods-to-Person-Prozessen mit mobilen Roboter
Alexander Strunz von Safelog zeigte anhand konkreter Beispiele, wie moderne Intralogistik heute aussehen kann. Klassische Prozesse stoßen zunehmend an ihre Grenzen, während flexible Robotiklösungen neue Möglichkeiten eröffnen. Besonders das Goods-to-Person-Prinzip reduziert Laufwege, steigert die Qualität und entlastet Mitarbeitende spürbar. Automatisierung ist damit keine Zukunftsvision mehr, sondern bereits heute ein entscheidender Hebel für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.
![]()
Standardisierung als Erfolgsfaktor: Vom Kundenwunsch zum skalierbaren Prozess
Matthias Dambach lenkte den Blick auf einen oft unterschätzten Erfolgsfaktor: Standardisierung. Individuelle Lösungen können kurzfristig sinnvoll sein, verhindern jedoch häufig langfristiges Wachstum. Der entscheidende Ansatz liegt darin, aus spezifischen Anforderungen übertragbare Prozesse zu entwickeln. Das Prinzip „einmal lösen – immer nutzen“ schafft nicht nur Effizienz, sondern auch Geschwindigkeit und Skalierbarkeit. Deutlich wurde, dass Prozesse so gestaltet sein müssen, dass sie über einzelne Anwendungsfälle hinaus funktionieren.
![]()
Wie Austausch die Supply Chain nachhaltig verändert
Über alle Vorträge hinweg wurde ein klares Gesamtbild sichtbar. Die Supply Chain entwickelt sich von einer reaktiven Funktion hin zu einem aktiven Gestaltungselement. Daten, Automatisierung und Integration sind dabei die zentralen Hebel. Gleichzeitig wird Zusammenarbeit – sowohl innerhalb von Unternehmen als auch mit Partnern – zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Unternehmen, die diese Entwicklung frühzeitig verstehen und umsetzen, sichern sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile.
Die Supply Chain Party Vol. 3 hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv mit den aktuellen Veränderungen auseinanderzusetzen. Sie liefert nicht nur neue Impulse, sondern auch konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung moderner Supply Chains. Der Austausch, die Praxisnähe und die Offenheit machen dieses Format zu einem festen Bestandteil zeitgemäßer Logistik- und Supply-Chain-Strategien.
Auch in Zukunft wird dieser Dialog fortgeführt: Die nächste Supply Chain Party Vol. 4 ist bereits in Planung. Wer die Entwicklungen nicht nur verfolgen, sondern live erleben und mitgestalten möchte, kann sich direkt über den nebenstehenden Bereich zum Newsletter anmelden und bleibt so automatisch über kommende Termine informiert.