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Mit Laserstrahlen zum Branchenführer

Mit Laserstrahlen zum Branchenführer

Als der erste Laser 1960 vorgestellt wurde, bezeichnete man ihn als Erfindung auf der Suche nach einer Anwendung. Heute begegnet er uns ständig im Alltag: Ob Laserpointer bei Präsentationen, Scanner in Supermarktkassen oder Laserpistolen im Straßenverkehr. Auch in der Fertigungstechnik hat die Lasertechnologie in den letzten Jahren neue Maßstäbe gesetzt. Die BBW Lasertechnik GmbH hat sich diese Technologie zunutze gemacht und zählt im Bereich der Materialverarbeitung zu den führenden Unternehmen in Deutschland.

Wenn es um die Realisierung neuer Projekte geht, ist Ludwig Meister als kompetenter Ansprechpartner dabei – zum Beispiel bei der Errichtung des doppelstöckigen Büros innerhalb der Produktionshalle der BBW Lasertechnik GmbH.

 

Das Unternehmen aus Prutting bei Rosenheim ist Experte auf dem Gebiet der Materialverarbeitung durch Lasertechnik: Schweißen, Schneiden, Bohren, Beschriften. All das schaffen Laser in der über 8.000 Quadratmeter großen Halle.

„Im Laufe der Jahre haben wir uns auf das Laserschweißen, -feinschneiden und -bohren spezialisiert. In diesen Bereichen sind wir eines der führenden Unternehmen in Deutschland“, sagt Hans Bürger, Eigentümer und Mitgründer der seit mittlerweile 22 Jahren existierenden Firma.

 

Auf über 8.000 Quadratmeter erstrecken sich die verschiedennen Hallen der Laserspezialisten aus Prutting am Chiemsee. www.bbw-lasertechnik.de

 

"Mein Kreuzbandriss ­– eigentlich war das ein Glücksfall.“

Hans Bürger

 

1997 gründete Bürger das Unternehmen zusammen mit zwei Partnern. Der Name BBW Lasertechnik setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Gründer-Nachnamen zusammen: Bürger, Burkart und Weiser. Über ihre vorherige Arbeitsstelle kannten sich die drei gut, denn Bürger und Weiser arbeiteten im Unternehmen von Burkart. Von dort kam das Interesse für die Lasertechnik. 1989 kaufte die Firma einen Laser, der allerdings für einen folgenden Auftrag, der Herstellung von Stents – das sind medizinische Implantate für Blutgefäße – an seine Grenzen stieß. Kurzerhand bauten Bürger und Weiser daraufhin eine eigene Maschine, die hochpräzise Stents schneiden konnte. „Ich habe mich um die Mechanik gekümmert, Herr Weiser um die Steuerung. Das war unser Einstieg in die Lasertechnik“, erinnert sich der gelernte Maschinenbauer, der auch im Fußball ein feines Gespür hatte. Von 1982 bis 1988 schnürte er als Mittelstürmer die Schuhe für 1860 Rosenheim. 99 Landesligatore und Einsätze in der dritten Liga sprachen für Bürgers Qualitäten auf dem Platz. „Ein Kreuzbandriss hat mich dann gezwungen, meine Karriere zu beenden. Seitdem habe ich mich auf die Arbeit konzentriert. Eigentlich war das ein Glücksfall“, schmunzelt der 58-Jährige.

 

Andreas und Hans Bürger

 

Mit BBW Lasertechnik ging es seit der Gründung steil bergauf. Begonnen als Trio in einer 40 Quadratmeter großen Garage, beschäftigt die Firma heute 160 Mitarbeiter, von denen 14 als Auszubildende angestellt sind. Die BBW Lasertechnik GmbH ist mittlerweile zu einem Familienunternehmen geworden, nachdem die weiteren beiden Geschäftsführer 2002 und 2015 aus dem Unternehmen ausgestiegen sind. Heute besitzen Hans Bürger und Sohn Andreas die Firma jeweils anteilig zu 50 Prozent. Hans Bürgers Frau Maria ist als Personalchefin mit an Bord, ebenso wie Tochter Kristina (26), die in der Kommunikation mitarbeitet.

 

Große Branchenklientel, unterschiedliche Laser

 

Vom Maschinenbau und der Automobil-Industrie über Haushaltsgeräte bis hin zur Luft- und Raumfahrt ist die Branchenklientel des Familienunternehmens so bunt gemischt wie die Produkte selbst. „Keine der Branchen nimmt bei uns mehr als 20 Prozent des Auftragsvolumens ein“, erklärt Andreas Bürger. „Das ist zunächst im Laufe der Zeit so gewachsen, wurde dann aber zu einer bewussten Entscheidung, um branchenunabhängig zu sein.“ Die Kunden schätzen die Arbeit der BBW Lasertechnik. Anders ist die Tatsache, dass einige Firmen schon seit 20 Jahren ihre Produkte hier fertigen lassen, nicht zu erklären.

 

Die Antwort auf die Herausforderungen der Industrie 4.0

 

Dabei kommt der Lasermaterialbearbeitung entgegen, dass die Ansprüche der Kunden bei den Toleranzen in der Fertigung immer weiter steigen. Es ist absehbar, dass für viele Anwendungen die herkömmlichen Schweißverfahren nicht mehr in Frage kommen werden. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren bietet die Technik des Laserschweißens den Vorteil, dass durch die sehr präzise Wärmeführung während des Schweißvorgangs mit dem Laser ein minimaler Teileverzug erreicht werden kann. Neben der Präzision ist die Arbeitsgeschwindigkeit eine der herausragenden Eigenschaften des Laserschweißens. Da die Intensität des Laserstrahls variiert werden kann, ist der Werkstoff für die Arbeitsgeschwindigkeit einer Laserschweißanlage weniger entscheidend. Selbst dicke Bleche können mit diesem Verfahren in sekundenschnelle präzise miteinander verbunden werden.

Der stark begrenzte Schmelzbereich, kombiniert mit einer genauestens auf den jeweiligen Einsatzzweck justierbare Schmelzdauer und Schweißtemperatur machen auch Verbindungen zwischen Materialien möglich, die sonst nicht machbar sind.

Um einen Werkstoff schweißen zu können, muss eine Temperatur knapp über seinem Schmelzpunkt erreicht werden. Bei den herkömmlichen Schweißverfahren ist die Schmelztemperatur des Werkstoffs deshalb ein limitierender Faktor: Es lässt sich nicht jeder Werkstoff mit jedem Schweißverfahren verarbeiten. Lediglich das Elektroschweißen hat einen gewissen Spielraum. Beim Laserstrahlschweißen ist dies anders: Von allen Schweißverfahren bietet bezüglich der Schweißtemperatur die größte Flexibilität, da der Werkstoff aufgrund der hohen Energiedichte bis zu Verdampfungstemperatur erwärmt werden kann.

 

 

Gleichgültig ob Edelstahl, Baustahl, Kupfer oder andere Blechsorten verschweißt werden sollen, das Laserstrahlschweißen bewältigt dies mit der gleich bleibenden Präzision. Selbst Glas oder Kunststoff sind mit dem Verfahren fügbar. Damit sind die Einsatzmöglichkeiten des Laserschweißens praktisch unbegrenzt. Die einzigen Voraussetzungen sind ein ausreichend enger Schweißspalt.

Die ideale Ergänzung zu einer Laserschweißanlage ist eine Laserschneidanlage. Die präzisen Schneideteile bieten genau die exakte Geometrie, mit der eine Laserstrahl-Schweißanlage die bestmöglichen Ergebnisse produzieren kann.

Das Laserschneiden verbindet eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit mit der präzisesten Art einen Werkstoff zu schneiden. Nicht nur die Schnittbreiten selbst sind mit rund 20 Mikrometer äußerst gering. Auch die seitlichen Wärmeeinflusszonen fallen bei diesem Trennverfahren so minimal aus, dass sie in der Regel vernachlässigt werden können. Das unterscheidet den Laserschnitt beispielsweise vom Schneidbrennen. Die per Schneidbrenner getrennten Platten müssen in der Regel entgratet und anschließend abgefräst werden, um weiter verwendbar zu sein.

Um seinen Kunden immer die bestmögliche Technik am Markt bieten zu können, hat sich die BBW Lastertechnik auf Laserschneiden von Blechen bis zu einer Stärke von 6 mm spezialisiert. Die bislang letzte Generation selbst konstruierter und gefertigter Anlagen ist mit einem Singlemode QCW-Laser ausgerüstet. Durch die fortschrittliche Spanntechnik der Anlage können Bauteile von über 2,5 Meter Länge aus Folien mit gerade einmal 0,01 Millimeter Blechstärke geschnitten werden.

 

Laserbohren ermöglicht einen völlig neuen Grad an Genauigkeit und Flexibilität.

 

 

Eine der wichtigsten Anwendungen leistungsfähiger Lasersysteme in der Industrie sind Laserbohrungen. Diese Lasertechnik hat sich nicht zuletzt deswegen so schnell durchgesetzt, weil sie gegenüber der Verarbeitung durch konventionelle Technik eine Palette beachtlicher Vorteile bietet. Die große Stärke des Laserbohrens liegt in der Erstellung von zahlreichen, insbesondere sehr feinen Bohrungen.

Die BBW Lasertechnik setzt bei ihren Lasersystemen auf modernste Technik. So sind bei Mikrobohrungen durch den Einsatz von aktuellen Laserbohr-Anlagen Bohrtiefen von bis zu 0,5 Milimetern und Bohrungsdurchmesser von bis zu 50 Mikrometer umsetzbar. Die maximale Bohrtiefe liegt bei 15 Milimetern bei einem maximalen Durchmesser von rund 0,15 Milimetern. Diese Maße machen das Laserbohr-Verfahren etwa für die Herstellung von Filtern besonders interessant. Mit dem Laserbohr-Verfahren können dabei bis zu 50 Bohrungen pro Sekunde erstellt werden.

Die Faserlaser, Scheibenlaser und Diodenlaser von BBW Lasertechnik zählen zu den genauesten und den leistungsfähigsten Lasersystemen am Markt.

 

"Wenn wir Anwendungen haben, für die es keine Standardmaschine auf dem Markt gibt, bauen wir sie einfach selbst.“

Andreas Bürger

 

 

Je nach benötigter Anwendung werden in der Entwicklungsabteilung die passenden Maschinen entwickelt.

 

Insgesamt besitzt BBW Lasertechnik 42 Laseranlagen, die sich verschiedenen Klassen zuordnen, abhängig von zum Beispiel Strahldurchmesser, Leistung oder Wellenlänge. Eine Laseranlage besteht in der Regel aus dem Laser, einer Bewegungseinheit und einem optischen System zur Führung des Laserstrahles, an dessen Ende die Bearbeitungs- und Fokussier-Optik sitzt. Den Laser an sich, der die Strahlquelle darstellt, mit der die Materialbearbeitung ausgeführt wird, kauft das Unternehmen ein. Er befindet sich, je nach Bauweise der Anlage, oft in einer vergleichsweise unscheinbaren circa einen Meter hohen und halben Meter breiten Box. Darin wird der Laserstrahl erzeugt und gelangt über ein Lichtleitkabel oder mit Metallspiegeln in den eigentlichen Blickfänger der Maschine – die Vorrichtung, in der letztendlich geschnitten, geschweißt oder gebohrt wird. „Wenn wir Anwendungen haben, für die es keine Standardmaschine auf dem Markt gibt, bauen wir sie einfach selbst“, sagt der 30-jährige Wirtschaftsingenieur. „Dafür haben wir eine eigene Entwicklungsabteilung mit Physikern und Maschinenbauern, die diese Vorgänge übernehmen.“

 

"Wir gewinnen viel Zeit, wenn wir bestimmte Projekte in die professionellen Hände von Ludwig Meister legen.“

Hans Bürger

 

Bei Projekten und Anforderungen unterstützt Ludwig Meister die BBW Lasertechnik GmbH seit mittlerweile 15 Jahren. „Ludwig Meister zeichnet unter anderem aus, dass man von wenig Reklamationen hört. Das heißt, die Firma muss gut sein“, sagt Hans Bürger. Wohl auch deshalb kam er im November 2018 auf Ludwig Meister zu, um ein doppelstöckiges Bürogebäude innerhalb der Produktionshalle errichten zu lassen. Für das Dachauer Unternehmen kein Problem, ist es mit dem Modul „Betriebseinrichtungen“ doch auf genau solche Anfragen optimal vorbereitet. Nachdem Zeichnungen und Planungen angefertigt und abgestimmt wurden, zogen Monteure im Juli 2019 innerhalb von einer Woche das neue circa 5,70 Meter hohe Bürogebäude hoch. Die Wände wurden in Passform der Halle errichtet und die dazugehörigen Fenster und Bodenbeläge eingesetzt. Der Raum in der oberen Etage ist über eine Treppe zugänglich. Darunter, neben den mit der Halle ebenerdigen Büroräumen, befinden sich unter anderem Schränke mit speziellem Zugriffsschutz von Ludwig Meister. Stolz blickt Hans Bürger auf die neuen Einrichtungen und erklärt: „Bei Umbauarbeiten von Büros machen wir viel selber, aber dieses Projekt hat uns gezeigt, dass wir viel Zeit gewinnen und Sorgen reduzieren, wenn wir es in die professionellen Hände von Ludwig Meister legen.“

 

Andreas und Hans Bürger im Gespräch mit Benedikt Huber, Außendienst Werkzeugtechnik Ludwig Meister (mitte) vor dem kürzlich fertiggestellten neuen Hallenbüros.

 

Wenn Hans Bürger in der riesigen Produktionshalle steht und die vielen verschiedenen, meist selbstgebauten Maschinentypen sieht, wird ihm immer wieder bewusst, was er da vor 22 Jahren aufgebaut hat: „Die Entwicklung der Firma ist unvorstellbar. Mein alter Chef hat damals zu mirgesagt: ‚Herr Bürger, wenn Sie mit Ihrer Firma einmal so groß sind, wie ich es mit meinem Unternehmen und den zwölf Mitarbeitern war, dann haben Sie es geschafft.‘ Ich sagte damals nur: ‚Ich werde nie größer sein als Sie.‘ Heute beschäftigen wir 160 Menschen.“

In den kommenden Jahren soll Sohn Andreas weiter in die Firma hineinwachsen. Mit vier bis sechs Auszubildenden pro Jahr liegt dem Familienbetrieb die Nachwuchsförderung besonders am Herzen, die auch in Zukunft fortgesetzt werden soll. Für eine abschließende Prognose, wie es mit der Firma mittelfristig weiter geht, kommt der Sportler aus Hans Bürger heraus: „Als Unternehmen sehe ich uns national sehr gut aufgestellt. Wir sind tabellenmäßig unter den ersten drei. Diese Plätze wollen wir in den kommenden Jahren halten.“

 

Vorteile Laserschweißen gegenüber normalem Schweißen:


Hohe Schweißgeschwindigkeiten

Sehr hohe Genauigkeit von +/- 0,01mm

Berührungslos und ohne Kraftübertragung

Keine mechanische Nachbearbeitung

Geringe thermische Materialbeeinflussung

Begriffsdefintion Laser:

Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation

DE: Lichtverstärkung durch stimulierte Aussendung von Strahlung

 

 



Betriebseinrichtung bei Ludwig Meister

Bettina LettmairFachberaterin für Betriebseinrichtungen, leitete das Projekt Hallenbüro bei der Firma BBW Laser auf der Seite von Ludwig Meister.

 

Optimierte Arbeitsabläufe und eine durchdachte Betriebseinrichtung in Lager, Werkstatt oder Büro beschleunigen die Abläufe und sparen so wertvolle Arbeitszeit. Die Betriebseinrichtung ist dabei idealerweise kombinierbar. Stichworte sind hier modularer Aufbau und Baukastenprinzip. Maßgeschneiderte Lösungen garantieren maximale Flexibilität.

 

Der Bereich Betriebseinrichtung umfasst u.a. Schubladenschränke, Werkstattwagen, Regale, Lager- und Transportsysteme sowie Werkbänke und Arbeitsplatzsysteme. 

 

Was können wir für Sie tun? Von der Projektaufnahme, über die Planung und Koordination bis zur Abnahme begleiten wir gerne auch Ihr Projekt.

 

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BBW-Lasertechnik GmbH

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